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Ein neues Jahr. Ein neues Ja zu mir.



Zum neuen Jahr wünsche ich uns allen Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit.

Und für mich selbst treffe ich eine klare Entscheidung:

Ab diesem Jahr stehe ich für mich ein.

Ich grenze mich ab – immer öfter.

Ich übe, zu mir zu stehen, ohne mich davon abhängig zu machen,

was meine Umwelt über mich denkt.

 

People Pleasing – warum kostet Gemochtwerden so viel Kraft?

Lebst du deine Wahrheit – oder die Erwartungen anderer?

Ein Peoplepleaser ist ein Mensch, der sich stark an anderen orientiert,

häufig Ja sagt, obwohl innerlich ein Nein da ist,

und Verantwortung für die Gefühle anderer übernimmt.

Er spürt sich selbst weniger, setzt selten klare Grenzen

und misst seinen Wert daran, gebraucht oder gemocht zu werden.

Nach außen wirkt das freundlich und hilfsbereit –

innerlich führt es oft zu Erschöpfung, Groll und innerer Leere.

 

Meine Geschichte

Ich war lange Zeit jedermanns „liebes Mädchen“.

So angepasst, so verständnisvoll, so pflegeleicht.

Und dabei so weit weg von mir selbst,

dass ich meine eigenen Bedürfnisse kaum noch gespürt habe.

 

Bis mein Körper angefangen hat, mit mir zu sprechen.

Erst leise: mit Kopfschmerzen und Migräne.

Dann deutlicher: mit Geschmacksverlust.

Ein Arzt sagte damals zu mir:

„Frau Abel, Sie haben den Geschmack am Leben verloren.“

 

Und doch habe ich nicht hingehört.

Ich bin weiter über meine Grenzen gegangen.

 

Dann klopfte es sehr laut:

mehrere Panikattacken. Ich dachte, ich müsse sterben.

Schlussendlich folgten Burnout und weitere Erkrankungen.

 

Tatsächlich gehörte ich damals zu den Menschen,

die nur durch Schmerz lernen. Aber das will ich mir heute nicht mehr antun.

 Heute achte ich mich.

Heute nehme ich meine Bedürfnisse ernst.

Denn es gibt nur eine Gesundheit.

Und die beginnt mit der Beziehung zu mir selbst.

 

Warum wir so werden

Oft liegt unter People Pleasing eine frühe Bindungsdynamik:

Zugehörigkeit war an Anpassung geknüpft.

Liebe nicht bedingungslos, sondern leistungs- oder stimmungsabhängig.

Das Ich lernt: Ich bin sicher, wenn ich funktioniere.

 

Der Weg zurück zu mir

Der Weg aus dem People Pleasing beginnt dort,

wo wir aufhören, uns über Zustimmung zu definieren.

 

Wir lernen, innere Spannung auszuhalten,

statt sie im Außen zu glätten.

Grenzen werden nicht gesetzt, um zu trennen,

sondern um bei uns zu bleiben.

 

Wenn der eigene Wille wieder Raum bekommt,

entsteht innere Autorität.

Dann muss Harmonie nicht mehr erkauft werden –

sie wächst aus Wahrhaftigkeit.

 Seit wann ist Anpassung wichtiger als Wahrheit?


Mein Resümee

Ich ehre den Peoplepleaser in mir –

denn er hat mir einmal geholfen zu überleben.

Doch seine Rolle rückt immer mehr in den Hintergrund.

 

Der Mensch, der seine eigene Wahrheit spricht,

dazu steht und sich nicht mehr von der Meinung anderer

oder sogar der Meinung der Medien abhängig macht,

rückt in den Vordergrund.

 

Und ich bin nicht allein: Wir werden mehr. Denn:

Ein Nein zu meinem Gegenüber ist im besten Fall

ein kraftvolles Ja zu mir selbst.

In diesem Sinne auf Dich und Dein neues bestes Jahr,

Deine Marika

 
 
 

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